Schriftzug JVA Vechta Niedersachen klar Logo

Das Niedersächsische Justizministerium sucht für die Sozialtherapeutische Abteilung der Jungtäteranstalt in Vechta

1 Psychologin bzw. Psychologen (Diplom/M.Sc.)
(m/w/d)


für eine Elternzeitvertretung mit einer Wochenarbeitszeit von 39,8 Stunden. Die Tätigkeit ist zunächst befristet bis voraussichtlich einschließlich August 2023. Die Einstellung erfolgt in Entgeltgruppe 13 TV-L. Die Stelle ist teilzeitgeeignet.

In der sozialtherapeutischen Abteilung werden überwiegend Gefangene untergebracht, die aufgrund einer Sexualstraftat oder einer schweren Gewaltstraftat verurteilt wurden.

Die therapeutischen Mittel und sozialen Hilfen der Sozialtherapie lassen sich in die Behandlungsbereiche Wohngruppe, problemspezifische Behandlung, Aus- und Fortbildung, gemeinschaftsfördernde Maßnahmen/Freizeitgestaltung, Angehörigenarbeit, Vollzugslockerungen/Außentrainingsmaßnahmen und Übergangsmanagement zusammenfassen.

Die Behandlung der Persönlichkeitsproblematik und der resultierenden Straffälligkeit erfolgt in Gruppen- und Einzelmaßnahmen. Über Gruppenbehandlungsmaßnahmen, die in der Regel kognitiv-behavioral orientiert sind, soll sich der Klient, unterstützt durch Mitklienten, mit seinem Problemverhalten auseinandersetzen und stabile Einstellungs- und Verhaltensänderungen erreichen.

Dem Psychologischen Dienst in der Sozialtherapie obliegen u. a.:

· diagnostische Aufgaben bzgl. psychischer Erkrankungen u.ä. im Bedarfsfall

· delikt- und themenspezifische Einzelbehandlungsmaßnahmen einschließlich Krisenintervention

· Gruppenbehandlungsmaßnahmen in rückfallrelevanten Problembereichen (z. B. Gewaltbereitschaft, Impulsivität, Problemlösefähigkeit, Substanzmissbrauch)

· Beratung der Bediensteten einer Vollzugsabteilung hinsichtlich der Abteilungskonzeption, des Umgangs mit jungen Männern und bei besonderen Störungen von Gefangenen

· Mitwirkung bei der Fortbildung der Bediensteten (z. B. Suizidprävention, Umgang mit psychisch auffälligen Inhaftierten).

Sie haben Interesse an der Arbeit mit jungen Erwachsenen, die vor wichtigen Lebensentscheidungen stehen, straftatrelevante Risikofaktoren aber auch Ressourcen aufweisen?

Sie sollten über gute diagnostische und therapeutische Fähigkeiten sowie über Erfahrungen in der Arbeit mit Gruppen verfügen. Sie sind kommunikativ, teamfähig sowie emotional belastbar. Für die Arbeit mit Gefangenen sind Durchsetzungsfähigkeit aber auch Selbstreflexion und Rollenklarheit wichtige Voraussetzungen. Wünschenswert sind Kenntnisse in forensischer Diagnostik und Kriminologie.

Das Land Niedersachsen bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Justizvollzuges ein vielfältiges Fortbildungsangebot, u.a. in den Bereichen Behandlung von Straftätern, Diagnostik und Prognose. Zudem wird Ihre Arbeit supervisorisch begleitet.

Wir erwarten ein mindestens mit der Note „gut“ abgeschlossenes Studium.

Die Landesregierung ist bestrebt, Frauen und Männern eine gleiche Stellung in der öffentlichen Verwaltung zu verschaffen und Unterrepräsentanz von Frauen oder Männern in den einzelnen Vergütungs-, Besoldungs- und Entgeltgruppen auszugleichen. Es besteht Unterrepräsentanz von Männern. Qualifizierte Männer werden ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber im Sinne des § 1 SchwbG werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Stelle eignet sich auch für Personen in der Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin oder zum psychologischen Psychotherapeuten. Bei Interesse senden Sie Ihre aussagefähigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen bis zum 31. Mai 2022 an

Justizvollzugsanstalt Vechta

Willohstr. 13, 49377 Vechta

JVVEC-Poststelle@justiz.niedersachsen.de

Für weitere Informationen steht Ihnen Herr O. Meyer unter der Telefonnummer 04441/884-103 gerne zur Verfügung. Bei inhaltlichen Fragen zum Berufsfeld wenden Sie sich bitte an Frau Vornhusen, unter der Telefonnummer 04441/884-436.

Artikel-Informationen

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln